WSV Wiedelah

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09.03.2025

TSV Immenrode : WSV Wiedelah 0:5

Das erste Pflichtspiel nach der Winterpause stand an und führte den WSV bei schönem Frühlingswetter zum Stadtnachbarn nach Immenrode. Gegen den TSV, der mit gerade einmal drei Zählern und einem katastrophalen Torverhältnis schon seit geraumer Zeit das untere Tabellenende markierte, war das angestrebte Ziel natürlich ein Sieg – alles andere wäre im Kampf um die wenigen Nichtabstiegsplätze in dieser Saison eine ziemlich bittere Enttäuschung. Aber gerade weil die Rollen in dieser Partie so klar verteilt waren, galt es, von Minute 1 an konzentriert aufzutreten und den Gegner nicht zu unterschätzen. Im Gegensatz zum FC Bayern, der die gestrige Pleite beim VfL Bochum immerhin noch mit „Schonen für die Champions League“ schönreden konnte, hätte der WSV keine Ausrede, sollte das hier heute nichts werden …

Kaum war die Partie angepfiffen, setzte der WSV auch direkt das erste Ausrufezeichen:
Nach einer Ecke hatte der TSV Mühe, den Ball im Strafraum zu klären, und ließ ihn schließlich ping-pong-mäßig zentral vor die Strafraumkante kullern. Dort nutzte Fabian die allgemeine Verwirrung, schob sich aus dem Rückraum an zwei Gegenspielern vorbei und setzte die Kugel mit einem strammen Schuss flach unten links neben dem Pfosten ins Netz – 0:1 (2. Minute)!

Ein Auftakt nach Maß!

In der Folge entwickelte sich ein sehr einseitiges Spiel. Der WSV übernahm die Kontrolle und drängte den TSV mit 80-90 % Ballbesitz immer wieder tief in die eigene Hälfte. Dort kam allerdings entweder der letzte Pass nicht an, segelten Flanken ein paar Zentimeter (oder auch Meter) zu weit am Mitspieler vorbei oder gerieten Abschlüsse zu ungenau oder zu harmlos.

So sollte es bis zur 21. Minute dauern, bevor es zum ersten Mal wieder richtig gefährlich wurde:
Robin ließ einen Freistoß von der rechten Seite mit viel Gefühl in einem wunderschönen Bogen auf den linken Winkel zufliegen, doch bevor die Kugel dort zielsicher im Netz landen konnte, war der TSV-Keeper zur Stelle und fischte das Spielgerät mit einer beherzten Parade aus der Luft. Schade, das wäre ein wirklich tolles Tor gewesen!

In der 25. Minute versuchte Jason, nach einem langen Zuspiel die Kugel 12 m vor dem Tor am Keeper vorbeizulegen, allerdings rollte sie einem TSV-Verteidiger vor die Füße, der gerade nach hinten geeilt war, im vollen Lauf nicht ausweichen konnte und die Kugel etwas unglücklich in Richtung des eigenen Tores beförderte – dort kullerte sie knapp am linken Pfosten vorbei. Glück für den TSV!

Nur wenig später gab es dann wieder einen Freistoß für den WSV, der dieses Mal kurz ausgeführt wurde und Fabian die Möglichkeit zum Torabschluss gab – doch auch er zirkelte die Kugel am Kasten vorbei (26. Minute).

Nach einer halben Stunde kam dann auch der TSV zum ersten Torabschluss in dieser Partie, allerdings weit vom Strafraum des WSV entfernt:
Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld versuchte es ein Angreifer von der Mittelkreiskante mit einem hohen Ball über die aufgerückte WSV-Abwehr und Jan hinweg, der ebenfalls weit vor seinem Kasten stand – die Kugel flog allerdings relativ deutlich am leeren Tor vorbei (30. Minute).
Immerhin: Der WSV war gewarnt, dass kleine Nachlässigkeiten auch von einem Gegner, der bislang völlig harmlos agierte, schnell bestraft werden konnten.

Auf der anderen Seite knallte Robin nur wenig später einen Ball aus dem Rückraum aus vollem Lauf an die Latte (32. Minute) – halleluja, das schepperte! Aber irgendwie wurde ihm das Tor heute anscheinend nicht gegönnt; erst der tolle Freistoß, der aus dem Kreuzeck gekratzt wurde, jetzt dieser wuchtige Strahl, der am Aluminium scheiterte… „Aller guten Dinge sind drei“? Vielleicht ergab sich ja nochmal eine Gelegenheit.

Kurz darauf lag die Kugel dann tatsächlich im Netz, nachdem Julian sie nach einem Steckpass mit der Fußspitze am Keeper vorbeigespitzelt hatte – aber noch bevor der WSV jubeln durfte, ertönte bereits ein Pfiff und der Schiedsrichter signalisierte: Abseits (34. Minute). Nagut, dann halt nicht …

Es blieb weiter alles beim Alten: Der WSV drückte, der TSV beschränkte sich darauf, die Kugel möglichst weit vom eigenen Strafraum wegzubolzen, ansonsten tat sich nichts mehr.

Mit einer völlig verdienten, hinsichtlich der deutlichen Überlegenheit aber viel zu niedrigen 1:0-Führung ging es in die Halbzeitpause. Der WSV musste sich in der zweiten Hälfte unbedingt belohnen, andernfalls bestand die Gefahr, dass das Frustrationslevel angesichts der zahlreichen vergebenen Möglichkeiten zu hoch wurde und der Spielfokus flöten ging. Nach dem Blitzstart hatte man sich nach 45 Minuten sicherlich einen anderen Zwischenstand erhofft, aber es blieb ja noch eine zweite Halbzeit, in der man dafür sorgen konnte, dass Ergebnis und Spielverlauf einander widerspiegelten.

Und der WSV machte nach Wiederanpfiff da weiter, wo er aufgehört hatte. Viel Ballbesitz, Ruhe im Spielaufbau, ein gutes Stellungsspiel und energisches Nachsetzen – da war viel Schönes dabei. Wobei zur Wahrheit natürlich auch dazu gehört, dass der TSV seine Gäste agieren ließ und dem Druck des WSV mit Ausnahme vom klassischen „Im-Weg-Stehen“ nur wenig entgegenzusetzen hatte.

Nachdem Kalle mit einem Dropkick aus der Drehung noch am Keeper gescheitert war (50. Minute), gab es in der 53. Minute dann die Top-Gelegenheit zum Führungsausbau:
Als Julian bei einem Konter von der Grundlinie aus die Kugel in die Zentrale zurücklegen wollte, sprang der Ball einem heranrauschenden TSV-Verteidiger an den Arm und es gab Handelfmeter für den WSV!
Jason übernahm die Verantwortung und netzte halbhoch links ein; da gab’s für den Keeper, der zwar in die richtige Richtung unterwegs war, nichts zu halten, die Kugel war einfach viel zu platziert. Mutig geschossen und verdient belohnt – 0:2!

Wenn es doch jetzt auch aus dem Spiel heraus mal klappen würde … Der WSV arbeitete jedenfalls dran:

Nach einem schnellen Konter über rechts spielte Lennard die Kugel von der Grundlinie einmal quer durch den Strafraum, wo Jason bereitstand, den Ball aber am Pfosten vorbeisegeln ließ (55. Minute).
Kurz darauf versuchte es Danny mit einem Freistoß aus 18 m, zielte aber auch am linken Pfosten vorbei (57. Minute).
Wieder zwei Minuten später nahm Kalle nach starkem Sololauf von Rouwen dessen Flanke im Strafraum per Dropkick an, verfehlte den Kasten aber deutlich.
Und auch Lennard setzte die Kugel mit einem strammen Schuss aus 20 m weit am Tor vorbei (61. Minute).

Man, man, man, irgendwann musste es doch mal klappen!

Wieder war es ein schneller Angriff über die rechte Seite, an dessen Ende in der 64. Minute dann endlich gejubelt werden durfte:
Von der Grundlinie spielte Julian die Kugel quer in die Mitte, wo sie etwas unverhofft an Keeper und TSV-Verteidiger vorbei rollte und am langen Pfosten bei Kalle landete, der aus kurzer Distanz einnetzte – 0:3!

Na bitte, es geht doch!

Es folgten ein Volley von Lennard ans Außennetz (69. Minute) und ein Abschluss von Jason aus 18 m, der am linken Pfosten vorbeiflog (70. Minute).

Dann nutzte der WSV einen Ballgewinn für einen schnellen Konter – erneut über die heute starke rechte Seite –, an dessen Ende Tobi die Kugel zu Kalle weiterleitete, der sie sich in der Zentrale noch einmal kurz zurechtlegte und dann abzog. Der TSV-Keeper konnte die Kugel nicht mehr entscheidend abfälschen, sodass sie letztendlich hinter ihm ins Netz trudelte – 0:4 (72. Minute).

In der 76. Minute wiederholte Julian sein aberkanntes Tor aus Halbzeit 1, indem er erneut nach einem schönen Steckpass die Kugel gerade noch so am Keeper vorbeispitzelte und anschließend im leeren Tor versenkte. Dieses Mal blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm, das Tor zählte – 0:5!

Es folgte eine Schlussviertelstunde mit Wechseln auf beiden Seiten, die am grundsätzlichen Spielverlauf nichts änderten – der WSV blieb bis zum Schlusspfiff spielbestimmend, gefährliche Torabschlüsse waren aber nicht mehr zu verzeichnen.

Der WSV konnte also einen ungefährdeten Sieg eintüten und damit seine Pflichtaufgabe zum Auftakt nach der Winterpause erfüllen. Die Abwesenheit beider Torjäger war deutlich spürbar, aber das Team zeigte gegen überforderte Gastgeber einen souveränen Auftritt und belohnte sich am Ende mit fünf Treffern und einer weißen Weste.

Das nächste Pflichtspiel folgt in zwei Wochen. Dann ist die Reserve des Goslarer SC zu Gast im Eckerstadion. Gegen den aktuell Tabellenvorletzten gilt es natürlich ebenfalls, drei Punkte für den wichtigen Klassenerhalt zu holen. Wollen wir hoffen, dass das Spiel ähnlich verläuft wie heute – wir drücken die Daumen!



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