WSV Wiedelah

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07.09.2021

SG Bredelem/Astfeld : WSV Wiedelah 2:1

Nach dem Saisonabbruch im vergangenen Jahr geht es endlich (wieder) los! Auftakt in der Nordharzliga – 2. Versuch!

Bei strahlendem Sonnenschein ging es für den WSV nach Astfeld, wo gegen die SG Bredelem/Astfeld der Grundstein für eine gute Saison gelegt werden sollte. Nach dem missglückten Start im letzten Jahr (drei Niederlagen in drei Spielen) wollte man es heute – trotz einiger Personalausfälle – besser machen und vielleicht schon das ein oder andere Pünktchen mit nach Hause nehmen.

Den besseren Start erwischten aber zunächst eindeutig die Gastgeber, die den Ball nach nicht einmal fünf Minuten schon das erste Mal über die Torlinie ins Netz des WSV befördern konnten: Nach einem langen Zuspiel aus der eigenen Hälfte konnte ein gegnerischer Angreifer den Ball am linken Strafraumeck mit schöner Direktabnahme vors Tor leiten, wo sein Mitspieler den Ball nahezu unbedrängt mit der Brust über die Linie drücken konnte. Glücklicherweise hatte der Linienrichter (ja, an die muss man sich auch erstmal gewöhnen…) eine Abseitsposition erkannt, sodass der Treffer nicht gegeben wurde.

Nur zwei Minuten später folgte erneut ein schneller Angriff der Gastgeber, dieses Mal über die rechte Seite, wo ein langer Ball durch die WSV-Abwehr rutschte und dem Astfelder Angreifer die Gelegenheit gab, 10 m vor der Grundlinie eine scharfe Flanke vors Tor zu schlagen. Der dort postierte und sträflich freistehende Stürmer war allerdings anscheinend so überrascht über diesen vergleichsweise „einfachen“ Ball, dass er das Spielgerät weit über die Latte donnerte. Der Treffer hätte allerdings auch hier nicht gezählt – das Schiedsrichtergespannt entschied erneut auf Abseits.

In der 7. Minute war es dann allerdings so weit: Nach einer missglückten Abwehraktion landete der Ball im Strafraum vor den Füßen eines Astfelder Angreifers, der den Fehler gnadenlos ausnutzte und den Ball aus ca. 11 m aufs Tor zirkelte – Jan, dessen Sicht auf den Ball durch die Abwehr verdeckt war, konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und so zappelte der Platz schließlich im Netz. 1:0 für die SG!

Der WSV wirkte verunsichert und lud in den folgenden Minuten die Gastgeber durch unnötige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung mehrfach zu schnellen Gegenstößen ein. In der 8. Minute flog ein strammer Schuss der Astfelder vom linken Strafraumeck nur knapp am Lattenkreuz vorbei. In der 12. Minute kam es sogar zu mehreren Schussmöglichkeiten im Wiedelaher Strafraum, allerdings hatte der WSV hier Glück, dass zunächst ein Angreifer den Ball knapp verpasste, dann der Pfosten rettete und schließlich Jan einen Versuch aus kürzester Distanz blocken konnte.

In der 15. Minute verletzte sich ein Astfelder Spieler unglücklich (gute Besserung an dieser Stelle!) – die Spielunterbrechung nutzte der WSV, um sich ein wenig zu sammeln.

In der Folgezeit wurde das Spiel ausgeglichener und auch der WSV konnte sich einige Chancen erarbeiten.

In der 22. Minute versuchte es Rouwen mit einem Schuss von der Strafraumkante, der allerdings sicher in den Armen des Astfelder Keepers landete. Immerhin: Ein erstes Offensivzeichen des WSV.

Nach zwei Abschlüssen der Gastgeber (25. Minute, 28. Minute), die jeweils klar das Wiedelaher Tor verfehlten, war es erneut Rouwen, der nach einem langen Ball von Lennard über die linke Seite aufs Tor zuziehen konnte – sein Schuss von der Strafraumkante wurde aber im letzten Moment noch von einem Astfelder Verteidiger geblockt (31. Minute).

Nur zwei Minuten später wurde es dann das erste Mal wieder richtig gefährlich im Wiedelaher Strafraum: Bei einem schnellen Gegenangriff konnte Jan im eigenen Strafraum den heranrollenden Ball gerade noch vor dem Astfelder Angreifer erwischen, musste ihn allerdings in Richtung Tor abprallen lassen, wo Simon gerade noch auf der Linie klären konnte.

Nach einem Schuss der Gastgeber von der Strafraumkante, der weit über die Latte segelte (35. Minute) und einem Schuss von Rouwen aus ca. 20 m, der ebenfalls die Latte verfehlte (36. Minute), konnte der WSV sich in der 40. Minute noch einmal gefährlich vors Astfelder Tor kombinieren, wo Schubi nach einem klasse durchgesteckten Ball von Jason im Sprintduell gerade noch von seinem Gegner abgegrätscht werden konnte, bevor er den Ball aufs Tor bringen konnte.

Nach einem weiteren harmlosen Schuss der Gastgeber, den Jan mühelos fangen konnte (41. Minute), setzte Rouwen den Schlusspunkt der Halbzeit, indem er es nach einem schnellen Konter noch einmal aus 20 m versuchte – sein strammer Schuss wurde aber im letzten Moment noch so abgefälscht, dass er über die Latte flog (45+3. Minute).

Mit der knappen Führung der Gastgeber ging es dann in die Pause.

Hier war noch alles drin – das versprach Spannung für die nächsten 45 Minuten.

Voller Motivation ging es also zurück aufs Feld.

Die erste Chance im zweiten Durchgang gebührte den Gastgebern, die einen Freistoß aus 20 m aufs Tor zogen, wo Jan den Ball erst im Nachfassen sichern konnte (48. Minute).

Nur zwei Minuten später hatte dann Ricardo den Ausgleich auf dem Fuß, als er nach einem langen Diagonalball von Rouwen auf der rechten Seite zum Sprint ansetzen konnte, seinen Gegner überlief und schließlich im Strafraum zum Schuss kam – der Ball rollte aber leider knapp am langen Pfosten vorbei. Schade!

In der 54. Minute konnte Jan nach einem schnellen Konter der Gastgeber einen Schuss aus kurzer Distanz stark parieren. Vier Minuten später machte es ihm sein Gegenüber nach, in der er einen Schuss von Rouwen ebenfalls äußerst stark abwehrte.

Nach einer Verschnaufpause, in der sich das Spielgeschehen meist auf den Raum zwischen beiden Abwehrreihen beschränkte, war es erneut Rouwen, der auf der linken Seite mit einem flachen Schuss aus spitzem Winkel knapp den langen Pfosten verfehlte (67. Minute).

In der 69. Minute nutzten die Gastgeber ein wenig Unordnung in der Wiedelaher Hintermannschaft, um einen Angriff über die rechte Seite zu starten, wo ein Angreifer völlig frei zur Strafraumkante ziehen und von dort eine scharfe Flanke vors Tor schlagen konnte. Der Ball fand einen dort sträflich allein gelassenen Mitspieler, der kaum Mühe hatte, den Ball aus kürzester Distanz an Jan vorbei ins Netz zu drücken. 2:0 für die SG!

Nur drei Minuten nach diesem Rückschlag wurde dann auch der WSV für seine Mühen belohnt: Nachdem ein Astfelder Verteidiger im Strafraum Lennard regelwidrig zu Fall brachte, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Rouwen übernahm die Verantwortung, verlud den gegnerischen Keeper und schob den Ball sicher unten links in die Maschen – 2:1, Anschlusstreffer für den WSV (72. Minute)!

Nun war endgültig der Kampfgeist des WSV geweckt.

Nur zwei Minuten nach dem verwandelten Foulelfmeter hätte Rouwen fast den zweiten Treffer nachgelegt, als er von Lennard mit einem starken Ball in die Spitze bedient wurde, seinen Gegner im Sprint abhängte und frei aufs Tor ziehen konnte. Leider blieb sein Schuss am herauseilenden Keeper hängen. Ärgerlich! Da hatte der ein oder andere Fan schon fast zum Torjubel angesetzt…

Auch in den Folgeminuten spielte fast ausschließlich der WSV, der nun deutlich auf den Ausgleich drängte. Leider landeten viele lange Bälle in der vielbeinigen Abwehr der Hausherren oder gerieten so weit, dass sie unmöglich erreicht werden konnten.

Von den Hausherren war kaum noch etwas zu sehen und so war es folgerichtig eine Standardsituation, die zum ersten Mal wieder Gefahr brachte: Einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld ließ Jan in der 82. Minute unglücklich nach vorne klatschen, wo ein Astfelder Angreifer den Ball über die Linie drückte – doch so schnell die Freude über den Befreiungsschlag da war, so schnell war sie auch wieder dahin, denn das Schiedsrichtergespann gab den Treffer nicht. Ob Abseits, Foul oder sonstiges Vergehen – man weiß es nicht… In jedem Fall Glück für den WSV!

In der 87. Minute hatte dann Ricardo den Anschlusstreffer auf dem Fuß, als er von Rouwen perfekt bedient wurde, im Vollsprint seinen Gegenspieler stehen ließ und frei zum Tor ziehen konnte – doch wie schon Rouwen zuvor scheiterte auch er mit seinem Schuss am herauseilenden Keeper. Auch den Ball hatte der ein oder andere schon sicher im Tor gesehen…

Kurz vor Schluss zeigten sich dann die Gastgeber noch einmal und setzten einen Schuss von der Strafraumkante ans linke Lattenkreuz (45+2. Minute). Wenig später lenkte ein Astfelder Angreifer nach einem Ballverlust des WSV einen langen Ball aus der eigenen Hälfte einige Meter vor dem Strafraum am herausgelaufenen Jan vorbei in Richtung des leeren Tores, allerdings konnte Jan den Ball noch rechtzeitig vor der Linie einholen und die Situation entschärfen (45+4. Minute).

Das sollte dann auch die letzte Szene des Spiels gewesen sein, denn das Schiedsrichtergespann beendete anschließend die Partie.

Schade! Nachdem die etwas zusammengewürfelte WSV-Elf erst einmal eine gute Viertelstunde brauchte, um in der Partie anzukommen, entwickelte sich anschließend ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, in dem es munter hin und her ging. Während der WSV es sich mit vielen, teilweise unnötigen Ballverlusten im Mittelfeld selbst schwer machte, hatten die Gastgeber das ein oder andere Mal mit fehlendem Zielwasser beim Abschluss zu kämpfen und verpassten es, die Zeichen früh auf Sieg zu stellen. In der zweiten Halbzeit übernahm der WSV phasenweise das Spielgeschehen und spätestens nach dem Anschlusstreffer hätten sich die Hausherren nicht beschweren können, wenn noch der Ausgleichstreffer gefallen wäre. Ein 2:2 wäre sicher ein gerechtes Ergebnis gewesen, aber Fußball ist halt nicht immer gerecht. Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft heute stark gekämpft und schon im ersten Spiel gezeigt, dass sie in der Klasse mithalten möchte und mithalten kann.

Auf dieser Leistung kann man sicherlich aufbauen! Wir sind gespannt auf die nächsten Partien.

Ein großer Dank geht übrigens an dieser Stelle an Safti, Patrick und Rainer, die sich – obwohl sie erst am Freitag ein Spiel der Alten Herren bestritten hatten – bereit erklärten, die von einigen Personalausfällen betroffene Herrenmannschaft zum Saisonstart zu verstärken. Es ist schön, wenn man auf Teamkameraden wie euch zählen kann!

Und danke auch an Zumbi, der mit vollem Einsatz an der Seitenlinie das Coaching für den verhinderten Peitsche übernahm.



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