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14.09.2020

Pokalspiel WSV : Goslarer SC II 13:0

Nach der Auftaktniederlage beim TuS Cremlingen vergangene Woche stand heute das zweite Pokalspiel auf dem Programm. Zu Gast im Eckerstadion war die Reserve des Goslarer SC. Pünktlich um 15 Uhr eröffnete der Schiedsrichter die Partie und gab damit den Startschuss für – so viel sei vorweg gesagt – furiose 90 Minuten, die eine Berichterstattung nicht gerade einfach machten. Während die Sonne vom Himmel lachte, regnete es auf dem Platz. Und zwar Tore, reichlich Tore. Aber von Beginn an…

Mit Anpfiff der Partie zeigte sich der WSV hellwach und übernahm sofort das Zepter. Es dauerte keine zwei Minuten, bis Rouwen aus 20 m den ersten Schuss aufs Tor brachte, welcher allerdings vom Keeper der Gäste noch erfolgreich abgewehrt werden konnte. Nur eine Minute später war es dann Ricardo, der nach einem schönen Zuspiel von Felix die gegnerische Abwehr überlief, den Ball frei in Richtung Tor führte und ihn schließlich zielsicher links unten am Gästekeeper vorbei ins Netz schoss – 1:0 für den WSV, das war ein Start nach Maß! (3. Minute)

In der sechsten Minute versuchte es dann Rouwen erneut, traf aber mit seinem Schuss nur den linken Pfosten. Drei Minuten später brachte dann auch der GSC mal einen Ball in Richtung Wiedelaher Tor – der sehr ambitionierte Freistoß aus dem Mittelfeld verfehlte die Latte aber mehr als deutlich (9. Minute).

Wenig später schaltete Miguel nach einem etwas kuriosen Ballverlust des GSC etwa 25 m vor dem gegnerischen Tor am schnellsten, erlief den in Richtung Tor springenden Ball und schob ihn überlegt am herauseilenden Gästekeeper vorbei ins Netz – 2:0! (10. Minute)

Mit Ausnahme eines Angriffs des GSC über die linke Seite, bei dem die Flanke in den Strafraum jedoch ohne Probleme abgefangen werden konnte (15. Minute), spielte sich die Partie bereits fast ausschließlich in der Goslarer Hälfte des Platzes ab. Der WSV erspielte sich Chance um Chance, konnte die Führung aber zunächst nicht weiter ausbauen. So setzte Lennart einen Freistoß aus 20 m knapp übers Tor (19. Minute) und schob dem gegnerischen Keeper einen Flachschuss aus derselben Distanz ungefährlich in die Arme (21. Minute), Ricardo zog einen Schuss im Strafraum über die Latte (23. Minute), scheiterte wenig später mit einem weiteren Versuch am Torwart (27. Minute) und spitzelte nach einem langen Zuspiel von Lennart den Ball kurz vorm herauseilenden Torwart nicht nur an letzterem, sondern auch knapp am linken Pfosten vorbei (35. Minute). Rouwen verpasste knapp eine scharfe Hereingabe von Ricardo im Strafraum mit der Hacke (25. Minute), setzte wenig später nach einer klasse Flanke von Robin P. einen Volleyschuss aus aussichtsreicher Position weit übers Tor (29. Minute) und blieb mit einem Schuss von der Strafraumkante am gegnerischen Torwart hängen (37. Minute). Robin D. köpfte einen Eckball knapp am linken Pfosten vorbei (38. Minute) und zog kurze Zeit später einen strammen Schuss aus ca. 25 m weiter übers Tor (41. Minute).

Nachdem auch ein Schuss von Felix aus 25 m und ein sich direkt anschließender Kopfball von Ricardo vom Schlussmann der Gäste pariert werden konnte (42. Minute), war es dann erneut Ricardo, der endlich mal wieder für Jubel bei den Wiedelaher Fans sorgen durfte: Nachdem Robin P. den Ball auf der linken Seite in den Rücken der gegnerischen Abwehr gespielt hatte, zog Ricardo dort auf und davon und beförderte schließlich kurz vorm Torwart den Ball sicher an diesem vorbei in die Maschen. 3:0 für den WSV! (43. Minute)

Kurze Zeit später war dann Halbzeit. Mit einer völlig verdienten, aber angesichts der deutlichen Übermacht viel zu knappen Führung ging es in die Kabinen. Die zahlreichen Wiedelaher Anhänger waren sich einig: Da ging noch deutlich mehr…

Die Spieler des GSC hatten aber anscheinend auch eine saftige Kabinenansprache erhalten, denn direkt nach Wiederanpfiff des Spiels schalteten sie erst einmal in den Angriffsmodus und erreichten tatsächlich den bis dato ziemlich verwaisten Wiedelaher Strafraum. Nachdem sich ein Angreifer dort verzettelte, konnte Sebastian den Ball aber routiniert klären (46. Minute).

Das kurze Aufbäumen des GSC war damit eigentlich auch schon wieder vorbei, der WSV war hellwach und drückte den GSC bereits mit dem Gegenangriff wieder zurück in die eigene Hälfte. Kurz hinter der Mittellinie steckte Lennart den Ball durch die weit aufgerückte Abwehrreihe hindurch zu Rouwen, der den Ball noch einmal geschickt an seinem mitgelaufenen Gegenspieler vorbeilegte und ihn anschließend aus 15 m links unten ins Eck schob. 4:0! (47. Minute)

Nur zwei Minuten später erkämpfte sich Ricardo im Mittelfeld stark den Ball und zog mit Tempo an der gegnerischen Abwehr vorbei aufs Tor zu, wo er den Ball kurz vorm Gästekeeper quer zum mitgelaufenen Rouwen legte, der anschließend keine Probleme hatte, den Ball aus kürzester Distanz im leeren Tor unterzubringen. 5:0! (49. Minute)

Und es ging munter weiter. Zunächst verfehlte Rouwen mit einem Schuss von der Strafraumkante das Tor (51. Minute), anschließend folgte fast eine Kopie des fünften Tores: Dieses Mal war es besagter Rouwen, der nach einem langen Ball im Rücken der gegnerischen Abwehr frei aufs Tor zulaufen konnte und den Ball kurz vorm Torwart noch einmal quer legte. Sebastian, der mitgelaufen war, konnte den Ball 5 m vor dem Kasten allerdings nicht kontrollieren und traf mit seinem Schuss nur das rechte Außennetz. (52. Minute)

Nachdem auch Sebastians zweiter Schussversuch im Strafraum das Tor verfehlte (53. Minute), nahm sich Lennart schließlich ein Herz und zog mit Anlauf von der Strafraumkante ab – der Ball schlug nur einen Wimpernschlag später unhaltbar unten links im Kasten der Gäste ein. 6:0! (54. Minute)

Und die Angriffswellen rollten weiter unaufhörlich auf das Tor des GSC zu, dem hier ein absolutes Desaster drohte. Nicht nur, dass der WSV auf dem Weg nach vorne kaum zu stoppen war – dem GSC gelang es auch zu keiner Zeit, für wirkliche Entlastung zu sorgen. Nennenswerte Chancen? Fehlanzeige. Der WSV hatte dagegen noch lange nicht genug…

In der 55. Minute konnte Lennart erneut Rouwen mit einem durch die Abwehr gesteckten Pass in Szene setzen – dessen Versuch, den Torwart zu überspielen, misslang allerdings. Der Ball landete stattdessen vor den Füßen von Robin D., der von der Strafraumkante abzog, das Tor aber verfehlte (56. Minute). Auch ein Kopfball von Rouwen, der nach einem Freistoß von Felix wie bei einem Flipper von Ruben angeköpft worden war, segelte knapp am linken Pfosten vorbei (57. Minute). In der 60. Minute scheiterte Rouwen dann erneut am gegnerischen Keeper, der ihm nach einem langen Zuspiel von Felix so weit entgegengelaufen war, dass er den Ball nicht mehr an ihm vorbeilegen konnte.

Auch Miguel blieb wenig später beim Versuch, einen gegnerischen Mitspieler und den Gästekeeper im Strafraum zu umspielen mit dem Ball an letzterem hängen (61. Minute).

Und so dauerte es bis zur 64. Minute, bevor der Ball das nächste Mal im Netz zappelte: Nachdem Marc auf der rechten Seite einen langen Ball auf Rouwen gespielt hatte, konnte dieser mit Tempo aufs Tor ziehen. Wie schon zuvor legte er den Ball im Strafraum uneigennützig noch einmal quer zum mitgelaufenen Lennart, der mit seinem Schuss aus kürzester Distanz zunächst am Torwart hängen blieb, den abprallenden Ball dann aber ohne Probleme zentral in die Maschen wuchtete. 7:0!

Jetzt kam es für die völlig überforderten Goslarer richtig bitter: Direkt nach Wiederanpfiff eroberte Felix im Mittelfeld den Ball und schlug ihn lang nach vorne, wo er mit etwas Glück bei Rouwen landete, der von der Strafraumkante abzog und den Ball unhaltbar flach im linken Toreck versenkte. 8:0! (64. Minute)

Zwei Minuten später folgte schon der nächste Streich: Wieder war es Rouwen, der nach einem schön durch die Abwehr gesteckten Ball von Robin D. frei aufs Tor zulaufen konnte und den Ball von der rechten Strafraumseite so aufs Tor brachte, dass der gegnerische Keeper den Ball beim Versuch, ihn mit dem Fuß von der Linie zu kratzen, ins eigene Netz bugsierte. 9:0! (66. Minute)

Vom GSC war kaum noch etwas zu sehen. Bei 90 % Ballbesitz für den WSV und einem Spiel, das fast ausschließlich in der Hälfte des GSC stattfand, war es folgerichtig ein Freistoß aus dem Mittelfeld, durch den der Ball den Wiedelaher Strafraum sah – bevor er von Jan sicher gefangen und postwendend zurück in Richtung Goslarer Tor gebracht wurde (75. Minute).

Nach zwei Schüssen, die das Tor jeweils knapp verfehlten (68. und 69. Minute), war es dann ein Strafstoß in der 77. Minute, durch den sich auch Robin D. schließlich in die Torschützenliste einreihen durfte: Nach einem Foul des Goslarer Schlussmanns, der einen Ball nicht kontrollieren konnte und den nachsetzenden Felix beim Kampf um die Kugel regelwidrig zu Boden brachte, schob Robin D. den Ball vom Punkt abgeklärt unten rechts ins Netz. 10:0, nun wurde es zweistellig!

Fairerweise sei gesagt, dass auch der GSC sich während seiner (äußerst kurzen) Ballbesitzphasen durchaus bemühte, den Ball nach vorne zu spielen. Versuche der Gäste, sich spielerisch durchs Mittelfeld zu kombinieren, scheiterten aber immer wieder am guten Gegenpressing des WSV, an ungenauen Zuspielen oder Missverständnissen der beteiligten Spieler. Der WSV, der – bedingt durch den Spielverlauf – weit aufrückte, lud die Gäste zudem geradezu ein, lange Bälle zu schlagen. Regelmäßig ertönte dann die Pfeife des Schiedsrichters, der den Angriff wegen einer Abseitsstellung unterband. Gleiches galt auch auf der Gegenseite, denn auch der WSV, der heute vor allem Pässe in den Rücken der Abwehr als beliebtes und sehr effektives Mittel im Angriffsspiel nutzte, wurde ein ums andere Mal wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Sei’s drum.

Mit einem 10:0 hätte man nun annehmen können, dass der WSV die letzten zehn Minuten der Partie locker zu Ende brachte, aber von Schonung war keine Spur zu sehen. Gegen Goslarer Gäste, die schon wenige Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit ihr Wechselkontingent erschöpft hatten und nun bereits am Ende ihrer Kräfte zu sein schienen, wurde munter weiter nach vorne gespielt.

In der 81. Minute war es mal wieder ein langer Ball von Felix aus der eigenen Hälfte, den Ricardo an der Strafraumkante erlaufen konnte. Beim Versuch, seinen Gegenspieler zu umspielen, sprang der Ball aber etwas zu weit vor, sodass ihn der Goslarer Keeper knapp vor Ricardo erwischte und in letzter Not klären konnte. Der abprallende Ball landete dann über Umwege bei Lennart, der in gewohnter Manier von der Strafraumkante abzog und den Ball unhaltbar unten rechts versenkte. 11:0!

In der 86. Minute überspielte Lennart die hochstehende Abwehr des GSC und erlaubte es damit Robin D., frei zum Tor zu ziehen. Wie bereits öfter im Verlauf des Spiels geschehen, legte auch dieser den Ball kurz vor der Torlinie noch einmal quer zu Rouwen, der auf Höhe des rechten Pfostens in den Ball reinrutschte und ihn aus kürzester Distanz nicht im leeren Tor unterbrachte, sondern am Pfosten vorbei in den Ballfangzaun drosch. Hätte er heute nicht bereits vier Tore auf dem Konto und wäre der Spielstand um einiges knapper, hätte man ihm diesen Fauxpas wohl nicht so einfach verziehen…

Aber um schnelle Wiedergutmachung bemüht, setzte er nur eine Minute später von der linken Seite aus Robin D. in Szene, der nach einem akkuraten Zuspiel den Ball von knapp hinter der Strafraumkante unten rechts ins Netz schieben konnte. 12:0! (85. Minute)

Nur eine Minute später durfte dann Ricardo, der heute den verletzten Alex im Sturm vertrat, seine starke Leistung krönen: Erneut war es ein durch die Abwehr durchgesteckter Pass, dieses Mal von Lennart, den er auf der rechten Strafraumseite erlaufen und anschließend sicher im linken Toreck versenken konnte. 13:0! (86. Minute)

Nachdem Rouwen anschließend einen Fallrückzieher knapp über die Latte gesetzt (89. Minute) und Lennart mit einem strammen Schuss aus 20 m knapp den rechten Pfosten verfehlt hatte (90. Minute), beendete der Schiedsrichter, der bei einer äußerst fairen Partie heute keinerlei Mühe hatte, das Spiel.

Der WSV schlägt damit die Goslarer Reserve hochverdient mit 13:0 – ein Sieg, der angesichts der zahlreichen Chancen und der deutlichen Überlegenheit auf dem Platz noch weitaus höher hätte ausfallen können. Der GSC war zu keinem Zeitpunkt in der Lage, dem starken Angriffsspiel der Hausherren etwas entgegenzusetzen. Angriffe der Goslarer wurden bereits im Keim erstickt, eklatante Schwächen gnadenlos ausgenutzt. Was vergangene Woche in Cremlingen noch fehlte – Zugriff im Mittelfeld, das Erkämpfen zweiter Bälle, Ideen im Spiel nach vorne –, wurde heute eindrucksvoll gezeigt, wobei man natürlich auch sagen muss, dass die harmlosen Gäste aus Goslar es dem WSV teilweise sehr leicht machten.

Was das Spiel heute wert ist, wird sich am kommenden Donnerstag zeigen, wenn der WSV zum letzten Pokalspiel der Gruppenphase nach Salzgitter-Bad reist. Mit ordentlich Rückenwind aus der heutigen Partie gilt es, eine ähnliche Leistung auf den Platz zu bringen. Der Grundstein für das Erreichen der K.O.-Runde wurde heute gelegt – nun bleibt dran, Jungs!


Und damit es etwas übersichtlicher wird, hier noch einmal die Torschützen des heutigen Tages:

3x Ricardo (3., 43., 86.)
1x Miguel (10.)
4x Rouwen (47., 49., 64., 66.)
3x Lennart (54., 64., 81.)
2x Robin D. (77., 85.)



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